
… für Biene, Mensch, Natur
Unsere Arbeit bringt Praxis, Bildung, Forschung und gesellschaftliches Engagement zusammen. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung: Der Schutz der Bienen gelingt nicht allein am Bienenstock. Er braucht vielfältige Lebensräume, informierte Menschen, verantwortungsvolle Landwirtschaft, starke Bildungsangebote und ein breites Netzwerk von Akteuren, die gemeinsam handeln.
Hier den kompletten Bericht herunterladen. (pdf/2,5 MB)
Wesensgemäße Bienenhaltung
Von den Bienen lernen, sich ums Ganze zu kümmern
Wesensgemäße Bienenhaltung hält das „Ganze“ im Blick: Der Bien, das Bienenvolk als lebendiger Gesamtorganismus, lebt im steten Zusammenhang mit den Jahreszeiten, mit Landschaft und Witterung. Im Gegensatz zu einer konventionellen, stark mechanisierten Bienenhaltung orientiert sie sich an den natürlichen Bedürfnissen des Bienenvolks, mit zusammenhängendem Brutnest, Naturwabenbau und Vermehrung über den Schwarmtrieb. Das fördert die genetische Vielfalt und die Anpassung an den Standort und stärkt nachweislich die Vitalität der Bienen.
17 Kursleitende im deutschlandweiten Ausbildungsverbund Kurse mit insgesamt 150 Teilnehmenden durchgeführt.
17 aktive Regionalgruppen engagieren sich ehrenamtlich in Deutschland und den Nachbarländern.
An der Fischermühle fanden mehrtägige Seminare, Wochenendveranstaltungen und Besucherführungen mit über 200 Teilnehmenden statt.
Unsere Konferenz „Resistenz und Toleranz – Wege zu einer Koexistenz von Bienen und Milben“ brachte etwa 170 Menschen vor Ort an der Fischermühle und online zusammen.
Der Newsletter Bien‘mensch erreicht nach fünf Ausgaben bereits über 800 Abonnent*innen.
„Ich fühle mich selbstbewusster und bestätigt, mit meiner Art der Bienenhaltung das Richtige zu tun. Nach diesem Jahr bin ich noch stärker mit den Bienen verbunden.“ Teilnehmerin im Ausbildungsverbund Rosenheim
„Nachdem ich bisher eher zögerlich die Sommerbehandlung durchgeführt hatte und auch immer Völker verloren habe, hat mir die Teilnahme nun einen guten Rahmen geboten. So habe ich zum ersten Mal ganz strukturiert Milben gezählt und evtl. gleich behandelt. (…) so habe ich jetzt einen guten Überblick über den Verlauf der Behandlung und weiß nun viel mehr über meine Völker.“ J. M. Thomas, Demeter-Imker und Kursleiter im Ausbildungsverbund
Bienen machen Schule
Wir machen Natur erlebbar
Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer zunehmend naturfernen Welt auf. Gleichzeitig gefährdet der Rückgang von Bestäubern unsere Ernährungsgrundlagen und das ökologische Gleichgewicht. Mit der Initiative Bienen machen Schule von Mellifera e. V. begegnen wir diesen Problemen, indem wir Natur durch praktische Bienenpädagogik erlebbar machen.
147 ausgebildete Bienenpädagog*innen tragen unser Wissen in Schulen und Kitas, und jede von ihnen erreicht jährlich Dutzende Kinder, die sonst keinen Zugang zur Natur hätten.
Über 1.200 Kitas und Schulen können dank des Erlebnis-Bienenwundersets eigenständig und ohne Fachkräfte vor Ort Naturerfahrungen in den Alltag integrieren. So konnten wir bisher rund 67.000 Kinder erreichen.
1.000 Kinder erlebten 2025 an 52 Erlebnistagen zum ersten Mal, wie es sich anfühlt, einen Bienenstock zu öffnen, Waben zu beobachten und Verantwortung für lebende Wesen zu übernehmen.
330 Kinder und Senior*innen , die an den Aktionstagen des Projekts Gärten der Generationen teilnahmen, lernten nicht nur gemeinsam gärtnern, viele von ihnen entdecken zum ersten Mal ihre Faszination für Bienen.
„Manche Kinder haben in ihrem Alltag kaum oder wenig Kontakt zu Senioren. Daher ist dies definitiv eine wertvolle Erfahrung für sie.“ Lehrkraft Gärten der Generationen.
„Bienen machen Schule bestärkt und bekräftigt jeden, der gerne mit Kindern UND Bienen zusammenarbeitet, in seinem Handeln und seinen Idealen. Die Begeisterung, Kindern die Welt aus der Sichtweise der Bienen näher zu bringen und ihnen ein Gefühl für unsere Natur zu geben, wird angefeuert, da diese Leidenschaft von allen – den Kursteilnehmern und der Fischermühle – gelebt und geliebt wird.“ Teilnehmerin Weiterbildung Bienenpädagogik
Netzwerk Blühende Landschaft
Unsere Vision einer vielfältig blühenden Landschaft
Der Schutz von Insekten und ihren Lebensräumen bleibt eine zentrale Zukunftsaufgabe: Aktuelle Studien zeigen, dass sich die Bestände typischer Grünlandschmetterlinge in Europa seit 1991 halbiert haben und eine Erholung der Insektenbestände bislang nicht erkennbar ist. Unser Ziel ist eine Kulturlandschaft, in der Bestäuber dauerhaft Nahrung und Lebensraum finden. Dafür bringen wir mit Landwirtschaft, Kommunen, Unternehmen und Privatbesitz die gesamte Landschaft zum Blühen.
20.853 Quadratmeter Grünland brachten wir allein 2025 im Projekt Summspannwerke zum Blühen.
2.200.000 Quadratmeter insektenfreundliche Gebiete hat das EU-LIFE-Projekt „Insektenfördernde Regionen“ mit unserer Mitwirkung in sieben Modellregionen geschaffen.
233.000 Quadratmeter Blühbrache, 191.000 Quadratmeter Grünland und dauerhafte Säume wurden im BienenBlütenReich 2025 gesät und 1.104 laufende Meter Hecken sowie 44 blühende Bäume neu gepflanzt.
11.993 Kilogramm Pflanzenkohle haben wir auf Äckern, Gärten und mehr bereits in den Boden gebracht. Korrekt zertifiziert bindet diese Kohlenstoff dauerhaft im Boden und verbessert ihn.





